Ludwig der Fromme

Ludwig der Fromme

Ludwig der Fromme , auch bekannt als Louis der Gerechte oder Louis der Schöne, war der König der Franken und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 814 bis 840. Er war der Sohn von Karl dem  Großen und Hildegard und erbte ein riesiges Reich, das weite Teile West- und Mitteleuropas umfasste.

Ludwig ist bekannt für seine Bemühungen, die Kirche zu reformieren und größere Einheit in das fränkische Reich zu bringen. Er stand vor zahlreichen Herausforderungen während seiner Regierungszeit, darunter Aufstände seiner Söhne und eine Reihe von Bürgerkriegen, die das von ihm geerbte Reich zu zerstören drohten. Trotz dieser Herausforderungen gelang es Ludwig, die Kontrolle über sein Königreich zu behalten und die Überlebensfähigkeit des fränkischen Staates zu sichern. Ludwig war ein bedeutender Herrscher seiner Zeit und trug wesentlich dazu bei, das fränkische Reich zu festigen und zu stärken. Er setzte sich für die Einheit und den Frieden innerhalb des Reiches ein und förderte die Bildung und Kultur. Seine Reformbemühungen in der Kirche führten zu einer Stärkung der geistlichen Institution und trugen dazu bei, die Macht der Kirche in Europa zu vergrößern.

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Ludwig der Fromme

Insgesamt war Ludwig der Fromme ein fähiger und visionärer Herrscher, der trotz zahlreicher Herausforderungen dazu beitrug, das fränkische Reich zu einer bedeutenden Macht in Europa zu machen. Seine Regierungszeit wird in der Geschichte als eine Zeit großer Fortschritte und Reformen in vielen Bereichen angesehen.

Ludwig I., genannt Ludwig der Fromme, frz. Louis le Pieux (* Juni/August 778 in Chasseneuil bei Poitiers; † 20. Juni 840 in Ingelheim am Rhein), war König des Fränkischen Reiches (in Aquitanien seit 781, im Gesamtreich seit 814) und Kaiser (813–840). Er war Sohn und Nachfolger Karls des Großen und führte dessen Reformpolitik zunächst erfolgreich weiter. In Auseinandersetzungen mit seinen eigenen Söhnen zweimal vorübergehend abgesetzt (830, 833/34), gelang es Ludwig dem Frommen jedoch nicht, ein überlebensfähiges fränkisches Großreich zu schaffen – drei Jahre nach seinem Tod wurde das Frankenreich im Vertrag von Verdun (843) aufgeteilt.

Nachrücken in die Nachfolge. Wenn es bei Karls Reichsteilungsplan (Divisio Regnorum) von 806 geblieben wäre, hätte Ludwig allenfalls eine spätere Erweiterung seines Unterkönigtums auf Septimanien, die Provence und Burgund erhoffen können. Jedoch verstarben Ludwigs ältere Brüder Pippin und Karl der Jüngere überraschend 810 bzw. 811. Ludwig blieb damit als einziger legitimer Sohn und Erbe übrig. Doch offenbar bestanden bei Karl und Teilen seines Hofes zunächst Vorbehalte gegenüber einer künftigen Alleinherrschaft Ludwigs. 812 wurde erst der Sohn des verstorbenen Pippin, Bernhard, zum Unterkönig in Italien bestellt. Schließlich wurde am 11. September 813 Ludwig der Fromme in Aachen während einer eigens einberufenen Reichsversammlung von seinem Vater zum Mitkaiser gekrönt. Ludwigs Biograph Thegan berichtet als einziger, dass Ludwig sich dabei selbst die Krone aufgesetzt habe, was allenfalls mit Gebrechlichkeit Karls zu erklären wäre. Die heutige Forschung schenkt jedoch den Reichsannalen mehr Glauben, denen zufolge Karl der Große persönlich seinem Sohn Ludwig die Krone aufs Haupt gesetzt hat.

Die Krönung Ludwigs zum Mitkaiser entsprach oströmisch-byzantinischem Brauch. Nur durch die Aufnahme des römischen Rechtsinstituts „Mitkaisertum“ war es möglich, Ludwig den Kaisertitel zu übertragen, ohne ihn sogleich an der Herrschaft im Gesamtreich partizipieren zu lassen. So kehrte Ludwig nach dem Erhebungsakt nach Aquitanien zurück und nahm weiter seine Aufgaben als Unterkönig wahr. Nach dem Tod seines Vaters Karl am 28. Januar 814 zog er dann unverzüglich nach Aachen und trat die Herrschaft im Gesamtreich an. Da er bereits Kaiser war, erübrigte sich 814 ein weiterer Erhebungsakt, von welchem die Quellen auch nichts berichten. Zwar wurde Ludwig der Fromme 816 (wohl am 5. Oktober) in Reims von Papst Stephan IV. gesalbt und nochmals gekrönt, doch hatte dieser Akt keine konstitutive Bedeutung, sondern sollte die Sakralität von Ludwigs Herrschaft betonen.