Lambertikirche

Hildesheimer Lambertikirche in Hildesheim

Die von 1474 bis 1488 als Pfarrkirche der Hildesheimer Neustadt erbaute Lambertikirche ist eine spätgotische Hallenkirche und die einzige Hallenkirche der Stadt. Sie wurde 1542 evangelisch. Am 22. Februar 1945 wurde die Kirche durch Sprengbomben an Chor, Querschiff, Dach und Fenstern erheblich beschädigt. Bei einem weiteren Luftangriff am 22. März 1945 brannte sie vollständig aus, nur die Umfassungsmauern und der Unterbau des Turmes blieben stehen. Sie wurde in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, zunächst jedoch ohne die frühere Turmhaube. Im Jahr 2007 erhielt der Turm eine neue Haube.

Geschichte

Ausgrabungen im Sommer 1952 ergaben, dass die erste Lambertikirche eine der nahegelegenen gleichaltrigen Godehardikirche ähnliche kreuzförmige romanische Basilika war, deren Ausdehnung bereits der heutigen Kirche entsprach und die ein Querhaus aufwies, dessen Umfang genau den heutigen Choranbauten entspricht. Die älteste Darstellung des Siegels der Hildesheimer Neustadt, die um 1300 entstanden ist, weist die Kirche als zweitürmig aus. Da im Jahre 1226 in der Neustadt bereits der Tag des heiligen Lambertus begangen wurde, muss der Bau vor diesem Datum entstanden sein. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte laut einer Inschrift am nordöstlichen Strebepfeiler des Chores im Jahre 1474, genauer gesagt, am 13. Mai dieses Jahres. Die Weiheurkunde datiert von 1488 − in diesem Jahr wurde der Chor fertiggestellt − insgesamt beanspruchte die Fertigstellung jedoch mehr als 30 Jahre. Übergangsweise wurde wahrscheinlich der Vorgängerbau bzw. dessen noch nicht abgebrochene Teile weiter genutzt. Mit Einführung der Reformation in Hildesheim durch Johannes Bugenhagen wurde St. Lamberti 1542 wie alle Pfarrkirchen der Stadt im Unterschied zum Dom und den meisten Klosterkirchen lutherisch. Der Lambertikirchhof wurde erst 1812 für Begräbnisse geschlossen und 1816 zu einem Garten umgestaltet. Beim verheerenden alliierten Bombenangriff vom 22. März 1945 wurde die Lambertikirche schwer beschädigt. Bereits am 22.Februar 1945 hatten Sprengbomben erhebliche Schäden an Chor, Querschiff, Dach und Fenstern verursacht. Der Wiederaufbau war 1952 abgeschlossen.
Das Gotteshaus liegt inmitten der Hildesheimer Neustadt an der Goschenstraße, an seiner Nordseite befindet sich der Neustädter Markt

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