Himmelsthürer Weihnachtspostamt

Das Himmelsthürer Weihnachtspostamt

Im Postamt des Hildesheimer Stadtteils Himmelsthür (damals noch selbstständige Gemeinde) wurde 1967 das erste Weihnachtspostamt Deutschlands eingerichtet. Tausende Kinder schreiben bis heute in jedem Jahr Briefe „an den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim“ und erhalten nach einigen Tagen eine Antwort. Mit dem Himmelsthürer Weihnachtsstempel entwertete Weihnachtssonderbriefmarken sind weltweit Sammlerobjekte für Philatelisten. Ungeachtet der weltweiten Bekanntheit und trotz erheblicher Proteste von Kommunalpolitikern und der Stadtteilbewohner wurde die Himmelsthürer Postfiliale („das himmlische Postamt“) durch die Deutsche Post AG geschlossen. Kinderbriefe an den Himmelsthürer Weihnachtsmann werden aber weiterhin beantwortet.

Himmelsthür ist eine Ortschaft im Nordwesten von Hildesheim

“Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern.”

Carmen Sylva, 29.12.1843 – 02.03.1916
Schriftstellerin

Himmelsthür liegt unmittelbar südlich der Giesener Berge und nördlich des Gallberges. Es grenzt im Süden an den Stadtteil Moritzberg, im Osten an Steuerwald, im Westen an Sorsum und den Giesener Ortsteil Emmerke und im Norden an Giesen.

Himmelsthür ist seit weit mehr als 30 Jahren bekannt für sein Himmlisches Postamt (erstes deutsches Weihnachtspostamt). Die Himmelsthürer Postfiliale wurde zwar kürzlich ungeachtet vieler Proteste durch die Deutsche Post AG geschlossen, weihnachtliche Briefe „An den Weihnachtsmann in Himmelsthür, 31137 Hildesheim“ werden aber auch weiterhin beantwortet.

Einer der beiden Finder des Hildesheimer Silberfunds kam aus Himmelsthür und erwarb hier Eigentum. Die Silberfinderstraße in Himmelsthür erinnert daran.

Dass Himmelsthür ursprünglich ein überwiegend katholisches Dorf war, zeigen auch heute noch mehrere Bildstöcke und Wegkreuze, z.B. in der Unteren Dorfstraße oder an der Ecke Jahnstraße/Breslauer Straße.

An der Oberen Dorfstraße 12 gründete der evangelische Theologe und Pastor Bernhard Isermeyer 1888 ein Frauenheim für heimatlose Frauen, für das 1902 im Stil der Neogotik eine eigene und weithin sichtbare Kirche erbaut wurde. Sie wurde nach verschiedenen Umbaumaßnahmen 1979 zur Serbisch-orthodoxen Bischofskirche für Westeuropa geweiht.

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