Hildesheimer Michaeliskirche
Ottonische Kirche St. Michael in
Hildesheim – Weltkulturerbe UNESCO
St. Michaelis wurde von Bischof Bernward zu Beginn des 11. Jahrhunderts
als seine Grabeskirche begonnen und unter Bischof Godehard fertig
gestellt. Das vorromanische („ottonische“)
Baukonzept
verbindet den Gedanken der „Gottesstadt“ mit einer
geometrisch-quadratischen Raumgliederung. Die Michaelskirche gilt als
frühester durchgängig im Gebundenen System
errichteter
Kirchenbau. Im 12. Jahrhundert wurden bis auf zwei alle
Langhaussäulen erneuert und in der ersten Hälfte des
13.
Jahrhunderts schließlich der Westchor erweitert sowie die
bemalte
Langhausdecke (Stammbaum Christi) ausgeführt.[11] Neben dieser
Deckenmalerei als bedeutendes Ausstattungsstück blieb der
nördliche Teil der spätromanischen Chorschranke
erhalten.
Bemerkenswert ist, dass St. Michael trotz ihrer Umweihung von einer
katholischen Kirche in eine evangelische in der Krypta noch immer
katholisch geweiht ist. Nach zahlreichen Veränderungen im Lauf
der
Jahrhunderte wurde St. Michael nach der Kriegszerstörung in
der
ursprünglichen Gestalt wieder aufgebaut und durch Glasfenster
von
Charles Crodel vollendet. Sie ist eines der bekanntesten Fotomotive der
Stadt und kann somit als städtisches Wahrzeichen bezeichnet
werden. Sie ist seit 1985 Weltkulturerbe der UNESCO und dient der Stadt
als Werbemotiv auf den braunen Hinweisschildern an der Autobahn 7, da
sie sich durch ihre prägnante Form leichter einprägt
als der
Hildesheimer Dom. Im Jahr 2010 wird in Hildesheim das 1000
jährige
Jubiläum des Weltkulturerbes gefeiert.
Das Motiv der Michaeliskirche soll im Jahr 2014 auf die
Rückseite
der deutschen 2-€-Münzen geprägt werden, und
somit im
Rahmen der Gedenkmünzen-Serie (2006–2021) das
Bundesland
Niedersachsen vertreten.