Der Hildesheimer Silberfund
Der Hildesheimer Silberfund ist
ein Fund
römischen Tafelsilbers aus augusteischer Zeit (1. Jahrhundert
nach
Christus). Er befindet sich heute in der Antikensammlung der
Staatlichen Museen zu Berlin.
Der Hildesheimer Silberfund in Hildesheim
Der Hildesheimer Silberfund ist
ein Fund
römischen Tafelsilbers aus augusteischer Zeit (1. Jahrhundert
nach
Christus). Er befindet sich heute in der Antikensammlung der
Staatlichen Museen zu Berlin.
“Nicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold...” Jack Sparrow
Fundstelle des Silberschatzes in Hildesheim am Ende der
Silberfundstraße
Das Silberfunddenkmal mit Schrifttafel
Der umfangreiche Silberfund wurde am 17. Oktober 1868 auf dem Westhang
des Galgenbergs im Südosten von Hildesheim bei der Anlage
eines
militärischen Schießplatzes entdeckt. Bei den
Ausschachtungsarbeiten dieses Schießplatzes für das
Hannoversche Infanterieregiment Voigt-Rhets stieß der
Kanonier
August Armbrecht auf verzierte Metallteile. Die Bergung erfolgte durch
an den Bauarbeiten beteiligte Soldaten. Der größte
Teil des
Schatzfundes wurde per Karre zum Reinigen in die Kaserne transportiert.
Am Fundort nahmen Hildesheimer Bürger Fundfragmente in
Gewahrsam,
die später teilweise wieder abgegeben wurden, teilweise jedoch
auch in Hildesheimer Haushalten verblieben. Es ist daher davon
auszugehen, dass der Fund nicht vollständig erhalten ist. Bei
anderen Gegenständen – wie beispielsweise einem
antiken
Löffel – ist es dagegen umstritten, ob sie dem
Schatzfund
zuzuordnen sind.
Der Senator Hermann Roemer, einer der Gründer des Roemer- und
Pelizaeus-Museums in Hildesheim, besichtigte den Fundort, als er davon
Kenntnis erhielt. Tags darauf berichtete die Hildesheimer Allgemeine
Zeitung über einen wertvollen Fund, der vermutlich aus dem
Bestand
eines fürstlichen Haushalts stamme und zeitlich der
Renaissance
zuzuordnen sei. Der Erdaushub am Schießstand wurde noch
einmal
abgesucht und mehrere Bruchstücke des Tafelsilbers
eingesammelt.
Die aus Göttingen angereisten Professoren Pernice und Winter
erkannten schließlich die römischen Inschriften und
stilistischen Merkmale. Oberst August von Cohausen, der im Rheingebiet
römische Feldlager erforscht hatte, befragte wenige Tage nach
dem
Fund die an der Auffindung beteiligten Soldaten bezüglich der
Fundaufstellung. Er wurde außerdem damit beauftragt,
nähere
Untersuchungen am Fundort vorzunehmen, die er 1869 durchführte.
August von Cohausen fand während dieser Grabungen zahlreiche
Pferdegerippe und zum Beispiel auch Fragmente römischer
Fibeln.